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Druckgießen ist das im Moment wichtigste Verfahren zur Verarbeitung von NE-Metallen als Konstruktionswerkstoff. Beim Druckgießen wird die flüssige Metallschmelze in sehr kurzer Zeit (10 – 100 ms) und mit hoher Geschwindigkeit (20 – 160 m/s) in metallische Dauerformen aus Warmarbeitsstahl gefüllt (eigentlich gespritzt oder gesprüht).

Das Druckgießverfahren erlaubt die Herstellung komplizierter und dünnwandiger Bau- bzw. Gussteile mit hoher Maßgenauigkeit und glatter Oberfläche. Die Gussteile erfordern sehr geringe Nacharbeiten und sind zum Teil einbaufertig. Druckguss bietet daher in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht beachtliche Vorteile, zumal er nicht nur hohe Produktivität zu erreichen erlaubt, sondern auch den kürzesten Verfahrensweg zwischen Einsatzmetall und Fertigerzeugnis darstellt.


Je nach Bauart der Gießgarnitur unterscheidet man bei den zur Herstellung der Gussteile eingesetzten Maschinen, wie im Bild "Schematische Darstellung der Druckgießverfahren" dargestellt, prinzipiell zwischen Warmkammer- und Kaltkammer-Druckgießmaschinen.

Bei dem erstgenannten Typ steht die sogenannte Gießgarnitur (Gießkolben, Gießbehälter) im beheizten Metallbad. Bei einer Kaltkammerdruckgießmaschine wird das Metall getrennt von der Druckgießmaschine in einem externen Ofen geschmolzen bzw. warmgehalten und nur die für den jeweiligen Abguss erforderliche Menge in die „kalte“ Gießkammer dosiert. Aus der Gießkammer wird das Metall mittels Kolben in die geschlossene Druckgießform gedrückt.